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Über Taekwon-Do

Die International Taekwon-Do Federation (ITF) ist ein Taekwondo-Verband, der am 22. März 1966 von General Choi Hong Hi (Kor. 최홍희) in Seoul, Südkorea gegründet wurde. Die ITF dient der Förderung und Verbreitung der koreanischen Kampfkunst. Hauptaufgaben sind die Koordination und Zertifizierung von Wettbewerben und Lehrgängen, die Standardisierung von Techniken, Lehr- und Prüfungsinhalten (Formenlauf, Freikampf, Bruchtests), die Zusammenarbeit mit nationalen Mitgliedsorganisationen sowie die Beurkundung von Dan-Trägern.

Zu erreichende Ziele des Taekwon-Do tkd_logo

  • Höflichkeit (Ye Ui)
  • Integrität (Yom Chi)
  • Ausdauer (In Nae)
  • Selbstkontrolle (Guk Gi)
  • Unbezwinglicher Wille (Baekjul Boolgool)

Die Definition des Taekwon-Do

TAEKWON-DO – ein Lebensstil. Was genau bedeutet Taekwon-Do?

Die naheliegende Beschreibung ist fast ein Kult. Wörtlich übersetzt steht „Tae“ für springen oder fliegen, mit dem Fuß treten oder zerschmettern. „Kwon“ bedeutet die Faust – hauptsächlich mit der Hand oder der Faust zu schlagen oder zu zerstören. „Do“ bedeutet eine Kunst oder einen Weg – der rechte Weg, der von den Heiligen und Weisen in der Vergangenheit gebaut und gepflastert wurde. Somit deutet „Taekwon-Do“ zusammengenommen sowohl das mentale Training und die Techniken des unbewaffneten Kampfes zur Selbstverteidigung als auch Gesundheit an, einschließlich der geschulten Anwendung von Schlägen, Tritten, Blocks und Ausweichmanövern mit bloßen Händen und Füßen, zur schnellen Zerstörung des oder der sich bewegenden Gegners oder Gegner.

Die Philosophie des Taekwon-Do (Taekwon-Do Chul Hak)

Wichtigstes Ziel des Taekwon-Do ist, das Kämpfen dadurch zu beseitigen, indem man den Stärkeren dazu bewegt, die Unterdrückung des Schwächeren aufzugeben. Dazu benötigt man eine Kraft, die sich auf Menschlichkeit, Gerechtigkeit, Moral, Weisheit und Vertrauen gründen muss, um so mitzuhelfen, eine bessere und friedlichere Welt zu schaffen.

  1. Sei bereit, dich gegen Widerstände durchzusetzen und die Dinge zu tun, die es Wert sind getan zu werden, auch wenn dies schwierig ist.
  2. Sei sanft zu den Schwachen und hart zu den Starken.
  3. Sei zufrieden mit dem Geld und der Position, die du hast, aber nicht mit deinen Fähigkeiten.
  4. Führe immer das zu Ende, was du begonnen hast, sei es klein oder groß.
  5. Sei bereitwillig ein Lehrer für jeden, unabhängig von dessen Religion, Rasse oder Überzeugung.
  6. Bediene dich niemals der Instrumente der Unterdrückung oder der Bedrohung beim Trachten nach einem hehren Ziel.
  7. Unterrichte innere Haltung und Fertigkeiten eher durch Taten als durch Worte.
  8. Sei immer du selbst, auch wenn sich die Verhältnisse ändern.
  9. Sei ein ewiger Lehrer und unterrichte in der Jugend mit dem Körper und im Alter mit Worten und sei nach dem Tod moralische Richtschnur.

 

Formen

Formen oder Teul im Koreanischen (, auch: Tul), ursprünglich Hyeong () genannt, bilden einen wichtigen Aspekt des Taekwondo-Trainings. Sie sind vergleichbar mit den Kata des Karate. Alle Formen (mit Ausnahmen von Yul-Gok, Eul-Ji und Tong-Il) beginnen mit einer Verteidigungstechnik, was den defensiven Charakter des Taekwondo unterstreichen soll. Die Bewegungsabläufe beginnen und enden an derselben Stelle.

Im offiziellen ITF-Lehrplan stehen 24 Formen – analog zu den 24 Stunden eines Tages. Die Namen beziehen sich typischerweise entweder auf Ereignisse der koreanischen Geschichte oder historisch bedeutende Koreaner. Ein solcher Bezug existiert teilweise auch zu anderen Eigenschaften der Formen, wie zur Anzahl der Bewegungen, dem Schrittdiagramm oder der letzten Technik.

Die Formen wurden von General Choi Hong Hi entwickelt und in der „Enzyklopädie des Taekwon-Do“ (engl. The Encyclopedia of Taekwon-Do) in 15 Bänden dokumentiert, die letzte Ausgabe stammt von 1999. Die Bände 8 bis 15 des umfangreichen Werkes beschreiben die 24 Formen und zeigen mögliche Anwendungen einiger Bewegungen.

Freikampf

Wettkämpfe finden in einem 9×9 Meter (optional 8×8 Meter) großen Ring statt, der durch farbige Matten oder Bodenmarkierungen gekennzeichnet ist und anders als beim Boxen oder Kickboxen nicht durch Seile begrenzt wird. Die Regeln verbieten z. B. das Verlassen der Kampffläche, Bodenberührung mit einem anderen Körperteil als den Füßen, Fußfeger, unsportliches Verhalten, Angreifen eines am Boden liegenden Gegners oder mit Knie, Ellenbogen oder Stirn und zu harten Kontakt. Ringrichter vergeben Punktwertungen nach dem Schwierigkeitsgrad der gezeigten Techniken; für Verwarnungen oder Regelverstöße werden Punkte abgezogen.

Gürtel- und Graduierungssystem

Graduierungen in der ITF werden durch farbige Gürtel in den Farben weiß, gelb, grün, blau, rot und schwarz gekennzeichnet:

graduierungssystem_tkdWeiß – Unschuld, der Schüler hat noch keine Kenntnisse im Taekwondo.

 

Gelb – Die Erde in der eine Pflanze keimt und Wurzeln schlägt, das Fundament des Taekwondo ist gelegt.

 

Grün – Die Pflanze wächst, die Taekwondo-Fähigkeiten entwickeln sich.

 

Blau – Der Himmel dem die Pflanze als gereifter Baum entgegen wächst.

 

Rot – Gefahr, warnt den Schüler, sich zu kontrollieren und den Gegner, Abstand zu halten.

 

Schwarz – Gegenstück zu weiß, vereint alle Farben in sich.

Dass der höchste Meistergrad der 9. (und nicht 10.) Dan ist, liegt in der Zahl Neun als höchster einstelliger Zahl und dem Produkt 3×3. In Ostasien ist die Drei eine Glückszahl, die Neun verspricht also dreifaches Glück. Das Chinesische Schriftzeichen für Drei zeigt drei übereinanderstehende horizontale Linien (), welche (von unten nach oben) die Erde, die Sterblichen und den Himmel repräsentieren. Man glaubte, dass jemand, der diese drei Reiche in sich vereinigen konnte, als König wieder geboren wird.

 

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