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Was ist Laktatdiagnostik?

shutterstock_2926636Die Laktatdiagnostik als mögliche Analysemethode sportlicher Ausdauerleistung wurde bereits in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erstmals durch wissenschaftliche Arbeiten und Untersuchungen erforscht. Laktat, also das Salz der Milchsäure, galt fortan als wichtigster Parameter in der Ausdauerleistungsdiagnostik. Dabei sind diese Diagnoseverfahren jedoch alles andere als unproblematisch.

Warum sportsCircle® die Spiroergometrie bevorzugt?
Bei einem Laktattest wird dem Probanden zur Ermittlung der Dauerleistungsgrenze eine geringe Menge Blut aus dem Ohrläppchen oder dem Finger entnommen und später auf den Laktatgehalt hin analysiert. Das geschieht mittels eines Belastungs-Stufentests. Die Vielzahl von Schwellenmodellen, mit denen die aerob-anaerobe Schwelle (kurz: „anaerobe Schwelle“) errechnet werden soll, machen es einem Laien jedoch fast unmöglich, dem Sportler eine valide Information über dessen Trainingszustand zu geben. Ein einheitliches Schwellenkonzept gibt es bis heute nicht.

Zudem sind die Verfahren untereinander kaum zu vergleichen, da sowohl die Untersuchungsmethodik als auch der Ergometertyp Auswirkungen auf die Ergebnisse hat. Schlimmer wird es noch, wenn in der Praxis Untersuchungsmethoden angewandt werden, die nicht zum entsprechenden Schwellenmodell passen. Wenn also ein Läufer mit einem Modell getestet wird, das für Radfahrer auf einem Radergometer entwickelt wurde, dann werden die Ergebnisse das Training des Sportlers nicht verbessern. Im günstigsten Fall absolviert er dann nur „leere“ Trainingseinheiten. Im schlimmsten Fall sinkt sogar die Leistungsfähigkeit durch falsches und zu intensives Training, was sich schließlich auch negativ auf die Motivation auswirken kann.

Äußere Einflüsse können Laktattests beeinträchtigen!
Während im sportlichen Alltag oft mobile Analysegeräte zum Einsatz kommen, wird in der professionellen Diagnostik meist mit äußerst präzisen Laborgeräten gearbeitet. Beide Verfahren garantieren hochgenaue Messergebnisse, wenn es um die Bestimmung der Laktatkonzentration im Blut geht. Damit hat aber auch der Diagnostiker vor Ort die große Verantwortung, bereits vor der Auswertung für eine gewissenhafte Abnahme der Blutproben zu sorgen. Schweiß- oder Regentropfen im Reaktionsgefäß, Luftblasen in den Kapillarröhrchen oder eine unsachgemäße Lagerung der Blutproben (z.B. ohne Kühlung) können für eine massive Verfälschung der individuellen Messergebnisse führen. Gut geschultes, erfahrenes Personal ist bei einer professionellen Laktatdiagnostik unumgänglich. Bei Feldtests unter widrigen Witterungsbedingungen (vereiste Laufbahn, starker Wind etc.) sind aber auch Laktat-Profis oft machtlos. Dann hilft nur noch ein Abbruch des Tests, um bei einem neuen Termin unter günstigeren Bedingungen optimale Ergebnisse zu erhalten.

Unser Credo: Messen statt schätzen!
Da von einem individuell gemessenen Wert bei der Laktatdiagnostik am Ende eine Trainingsempfehlung übrig bleibt, die auf statistischen Grundlagen beruht und prozentual mit Hilfe von Schwellenmodellen abgeschätzt wurde, verzichtet sportsCircle® auf Leistungstests anhand von Laktatuntersuchungen. Jeder Mensch hat andere körperliche Voraussetzungen im Sport. Die Basis für ein effizientes und gesundes Training lässt sich unserer Meinung nach nicht durch Statistiken, sondern nur durch einen individuellen Energiestoffwechseltest ermitteln. Die Spiroergometrie (Atemgasanalyse) liefert dazu präzise Daten über den Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel des Sportlers.

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